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Bundestagswahl 2017, Wahlraum Kämpenschule: Vor Wahlen Anzeichen zu erwartender Ergebnisse erkennbar. - Foto: wab (Archiv)


"Vielleicht 2", bewertet Heinrich Schoppmeyer die Perspektive, die er Witten im urbanen Wettbewerb 2019 auf einer Skala von 1 (= sehr schlecht) bis 10 (= sehr gut) zutraut. Der Historiker beantwortet so eine Januarumfrage 2019, die dieses Magazin führenden Funktionsträgern der Ratsparteien sowie Wittener Prominenten aus Wirtschaft und Wissenschaft vorgelegt hat. Viel rosiger werden die Aussichten auch bei den anderen abgefragten Kriterien nicht gesehen, bei der Attraktivität als Wirtschaftsstandort beispielsweise, bei der Attraktivität der Innenstadt oder allgemein bei der Wohn- und Lebensqualität, die Witten bietet.
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Fortsetzung Titel ...
Wenig Hoffnung auf Handeln zu Besseren

Weder spiele Witten die Rolle eines Kreiszentrums noch könne Witten "mit den Großstädten der Hellweglinie konkurrieren", erläutert Schoppmeyer seine pessimistische Erwartung an eine blühende urbane Wittener Zukunft. "Die Kaufkraft wandert (...) ab."

Mit einer "2" genau so schlecht schneidet die Frage nach der Attraktivität der Innenstadt bei dem gebürtigen Wittener ab. "Viele verpasste Chancen", konstatiert er und verweist als Beispiel auf den in den 1990er Jahren geplanten Rathausanbau entlang der Hauptstraße, der mit einem Bürgerbegehren verhindert wurde. Der bauliche Zustand des Rathauses sei "ein getreues Spiegelbild des Zustands der Innenstadt" gewesen, so der emeritierte Professor für Westfälische Landesgeschichte.

Seine Bestnote bekommt der öffentliche Nahverkehr: eine "4", obwohl auch "eigentlich zum Weinen", weil die "interurbane Abstimmung" nicht funktioniere. So sei die in den 1960er/70er Jahren angedachte und begonnene U-Bahn-Linie zwischen Bochum und Witten "wenigstens bis zum Hauptbahnhof" nicht fertiggestellt worden. Aus Schoppmeyers Sicht eine weitere verpasste Chance: "In Witten hatte man Angst, nach Bochum ausverkauft zu werden." Im Durschnitt landen seine Bewertungen bei "2,2".

Von den angefragten Wittener Unternehmern kamen keine Antworten. Aus dem stadtpolitischen Sektor gab Klaus Noske, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, seine Noten zu Protokoll. Viel Hoffnung auf entschlossenes Handeln zum Besseren lassen seine "5" für politische Gestaltungskompetenz und "4" für Perspektiven im urbanen Wettbewerb auch nicht erkennen.

So kommt auch die Durchschnittsnote der Bewertungen des CDU-Fraktionschefs nur auf "4,6".

Öffentlicher Finanzhaushalt:  2
Attraktivität als Wirtschaftsstandort:  4
Öffentlicher Nahverkehr:  6
Attraktivität der Innenstadt:  4
Wohn- und Lebensqualität:  7
Politische Gestaltungskompetenz:  5
Perspektiven im urbanen Wettbewerb:  4

Nachstehend die Januarumfrage 2019 auch für Leserinnen und Leser mit der Möglichkeit, die einzelnen Kriterien zu bewerten. Künftg nach jedem Jahreswechsel wiederholt, werden Fieberkurven des Stadtlebens abgebildet, die zeigen, welche Stärken die Wittener ihrer Stadt attestieren und welche Schwächen, in welchen Sparten etwas bewegt wurde, welche Kriterien "gesunden", gleichbleiben oder weiter verkümmern. Vor Wahlen dürften auch Anzeichen zu erwartender Ergebnisse erkennbar werden.

Allgemeine Angaben

Alter:  
Geschlecht:  
Einwohnerstatus:  
Bewertung für Witten nach den folgenden Kriterien von 1 bis 10
(1 = sehr schlecht; 10 = sehr gut)
Öffentlicher Finanzhaushalt:
                                                 
Attraktivität als Wirtschaftsstandort:
                                                 
Öffentlicher Nahverkehr:
                                                 
Attraktivität der Innenstadt:
                                                 
Wohn- und Lebensqualität:
                                                 
Politische Gestaltungskompetenz:
                                                 
Perspektiven im Städtevergleich:
                                                 

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